Mittwoch, 3. Februar 2016

Madeira im Januar - Ribeira Seca ou do Paul

Unsere zweite Wanderung führte durch die Schlucht der Ribeira Seca ou do Paul nach Maloeira.

In meinem vorigen Post über Madeira habe ich ganz vergessen, etwas über das Wetter zu sagen.

In der gesamten Zeit auf der Insel hatten wir im Hotelbereich (ca. 500 Meter hoch) zwischen 20 und 23 Gard. Vermutlich lagen die Temperaturen unten am Strand etwas höher. 
Bis auf zwei kräftige Schauer abends verwöhnte uns die Sonne. Allerdings stiegen manchmal wie aus dem Nichts dichte Nebelwolken auf. Kamen sie vom Meer, dann fühlte es sich plötzlich wärmer und schwül an. Die Nebelwolken, die von den Bergen herabkamen, brachten kühle Luft mit. Nebel über Stunden  hinweg lernten wir nicht kennen. 
Ob das Wetter in jedem Januar gleich ist, kann ich nicht sagen.

So, nun zu den Eindrücken unserer nächsten Wanderung.



Wir starteten wieder am Hotel. Hier seht ihr einen der Bungalows, die zum Hotel Jardim Atlantico gehören. Der lange Blütenbogen links gehört zu einer Schwanenhalsagave ( Agave attenuata). Sie ist im Gegensatz zu den hier angebotenen Kübelpflanzen stachellos.
Sie stammt ursprünglich wie alle Agaven aus Mexiko. Nach ca. 10 Jahren blüht sie und stirbt dann, nicht ohne vorher für genug Nachwuchs zu sorgen, ab.

Noch einmal ging es den steilen Treppenpfad in Richtung Strand hinab. Etwa auf halber  Höhe bogen wir durch einen kurzen Tunnel in ein Tal mit zwei Schluchten ab. 




Wir stiegen zur Ribeira Seca ou do Paul hinab.



Immer wieder öffneten sich tolle Blicke durch die Schlucht.




Jetzt ging es durch Terrassen und Gärten bergauf. Oben erkennt man schon die ersten Häuser.



Dort oben auf dem Bergrücken möchte ich auch gern ein Haus haben. 


In Maloeira angekommen ruhten wir uns in einer der landestypischen Bars aus. In der Bar Moinho in Maloeira gab es guten Kaffee, Snacks und landwirtschaftliche Geräte jeglicher Art. Auch wenn die Bars in unseren Augen nicht sehr gemütlich wirkten, sauber waren sie immer und eine freundlich Bedienung die immer etwas Englisch konnte, fand sich auch.




In der Nähe der Bar fanden wir den Einstieg zur Levada Nova. Ein bequemer Levadaweg führte uns zurück nach Prazeres.

Entlang der Levada blühte es in allen Farben. Die Kamelienblüte hatte gerade begonnen.




Hibiskus blüht über das ganze Jahr hinweg.



Agapanthus, der fast jede Levada begleitet, blühte jetzt im Januar nicht. Die hunderte blauen und weißen Blütenkugeln hätte ich gern gesehen, aber es war auch ohne Liebesblumenblüte wunderschön.






Bisher unbekannt war mir diese Ranke mit riesiegen gelben Blütenkelchen. Auf Nachfrage erfuhr ich, dass sie Solandra maxima, zu deutsch Goldkelch heißt. Abends konnte man den süßlichen Duft bis zum Hotel wahrnehmen.



An jeder sonnigen Stelle gesellten sich die endemischen Eidechsen zu uns. 



Die für mich schönste Levada-begleitende Pflanze, die im Januar blühte, war die Kalla (Zantedeschia aethiopica) . An jeder feuchten, etwas schattigen Stelle öffneten die Kalla ihr großes rein weißes Blütenblatt.



Bald waren wir wieder im Hotel. Ganz in der Nähe habe ich diesen Brunnen mit Quellwasser fotografiert. Das Wasser soll trinkbar sein. Diese Zapfanlagen findet man überall auf Madeira.


1 Kommentar:

  1. Hallo Anette,
    ach, schade, ausgerechnet die Wanderung haben wir nicht gemacht.
    Deine Fotos sind klasse, da wäre man glatt noch mal da. Die Schwanenhalsagave bewundere ich immer, und dann gibt es da ja noch die riesigen Natternköpfe.
    VG
    Elke

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