Sonntag, 4. Februar 2018

Besuch im Museum für Sepulkralkultur in Kassel




Mit dem Tod auseinandersetzen? Den Gedanken schiebe ich gern weit weg.

Als ich jetzt einer Einladung zu einem Besuch des Museums für Sepulkralkutur nachkam, hatte ich sehr zwiespaltige Gedanken. Was erwartet mich in einem Museum, in dem sich alles um den Tod dreht?

Gruseliges fand ich nicht, aber sehr viel Information über Bestattungsriten in aller Welt.

Die Dauerausstellung besteht aus zwei Schwerpunkten:

Sterben, Tod und Bestattung und Friedhof und Grabmal.

Zuerst besichtigte ich die Exponate im Untergeschoss, die sich mit der Friedhofs- und Grabmalentwicklung im deutschsprachigen Raum vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart beschäftigen.










Genaue Angaben über die Ausstellung und die einzelnen Exponate findet ihr im Internet. Deshalb hier nur ein kleiner Ausschnitt .




Die Abteilung Sterben, Tod, Bestattung und Trauer mit ihren Exponaten einer Art Sterbe- und Trauerzyklus befindet sich weiter oben im mehrgeschossigen, geräumigen Museum.

Es wird den Fragen nachgegangen, wie sich Menschen früherer Zeiten mit dem Tod auseinandergesetzt und auf das Sterben vorbereitet haben, wie Bestattungen vollzogen wurden und wie Trauer, aber auch Gedenken und Erinnerung Ausdruck fanden. Entsprechend werden Memento-mori-Objekte gezeigt, worunter man Alltagsgegenstände versteht, die an die irdische Endlichkeit erinnern und eine gottgefällige Lebensführung gemahnen.







Eine weitere Abteilung beschäftigt sich mit unterschiedlichen Religionen und ihren Bestattungsformen in Deutschland wie z. B. das Judentum.












Den sicher auch sehr interessanten Außenteil des Museums habe ich wegen des schlechten Wetters nicht besucht.





Sehr bedrückend und beeindruckend fand ich die Sonderausstellung Erinnerte Gegenwart,mit Dokumenten und Installationen zu Theresienstadt und die Opfer des Nationalsozialismus mit Exponaten der Künstlerin Marlies Poss.







Vielleicht weckt dieser kleine Einblick in eine besondere Museumswelt Lust, das wirklich sehenswerte Museum, das den Tod behandelt, aber selbst voller Leben steckt, einen Ausflug nach Kassel mit einem Besuch des Museums für Sepulkralkultur zu verbinden.








Blick aus einem Museumsfenster über Kassel

1 Kommentar:

  1. Guten Morgen Anette,
    ich hab zwar zuvor noch nichts von so einem Museum gehört, aber irgendwie logisch, dass es auch dazu eines gibt.
    Finde ich sehr interessant. Hab vielen Dank für's mitnehmen und den kleinen Einblick.
    LG Naddel

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