Samstag, 10. Februar 2018

Wanderung von Dransfeld bis Friedland






Es ist kalt und sonnig. Ideales Wanderwetter.

Wieder unterwegs mit dem Werratalverein Zweigverein Hann. Münden e.V., wandere ich heute von Dransfeld bis Friedland.


Um nach Dransfeld zu kommen, nutzen wir einen üblichen Linienbus.


Der Weg führt meist leicht bergauf in Richtung Jühnde. Vorbei an alten Bäumen voller Misteln,


durch Tal und Wald. 





Manchmal werden wir durch vom  letzten Sturm umgestürzte Tannen gezwungen,  einen Umweg zu gehen, aber durch den gefrorenen Boden ist das kein Problem. Wanderten wir am Hohen Gras noch durch Matsch, finden wir diesmal gute Wegbedingungen vor und kommen schnell voran.









Als wir die Wasserscheide von Weser und Leine erreichen, haben wir den höchsten Punkt unserer Wanderung erreicht. 





Jetzt führt der Weg über freies Feld bis Jühnde.







Hier oben finden wir auch die Hinweisschilder für den Pilgerweg Loccum - Volkenroda, dem wir weiterhin folgen.


Im Jahre 1163 machten sich 12 Mönche des Zisterzienserordens mit Ihrem Abt Eckehardt von Volkenroda aus auf den Weg nach Loccum. In Loccum gründeten sie ein neues Kloster. 2005 wurden diese beiden alten Zisterzienserklöster Loccum und Volkenroda durch einen ca. 300 Km langen Pilgerweg wieder miteinander verbunden.




An Jühnde vorbei führt der Weg bis zum Klostergut Mariengarten.





In der Ferne reckt sich der Gausturm in den blauen Himmel.





Ob die aufgeschichteten Baumstämme vom vergangenen Sturm "Friederike" stammen?



Jetzt versteckt sich die Sonne hinter Wolkenschleiern und es wird merklich kälter.


Wir sind froh, als wir Mariengarten erreichen.
Die Küsterin Frau Bogedain händigt uns einen Schlüssel für die Klosterkirche aus und wir können im Vorraum der Kirche eine Rast einlegen.






Tische und Bänke stehen in dem schönen Raum zur Verfügung und wir nutzen das Angebot zum Rasten dankbar .


Das Klostergut Mariengarten zählt zu den schönsten in der Region. Heute gehört das Gut der Klosterkammer Hannover


In der Klosterkirche – Mariengarten gehört zur evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Deiderode – werden jedoch weiterhin Gottesdienste gefeiert. Zudem können sich Interessierte jederzeit bei der Küsterin Marianne Bogedain melden, um die Kirche zu besichtigen – schließlich führt der Pilgerweg Loccum-Volkenroda unmittelbar um das Klostergut 
herum.





Das geschichtsträchtige Anwesen befindet sich auf dem Gelände eines ehemaligen Zisterzienserinnenklosters, das Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet wurde. Dem neuen Kloster gaben die Nonnen den Namen „in Orto sancte Marie“ (Mariengarten). Noch aus der Gründungsphase des Klosters stammt die schlichte, einschiffige, um 1290 erbaute gotische Kirche mit Westturm. 1542 führte die Herzogin Elisabeth von Calenberg-Göttingen auch in Mariengarten in einer ersten allgemeinen Kirchenvisitation durch Anton Corvinus offiziell die evangelische Lehre ein.






Von den Gebäuden des Klosters ist neben der Kirche nur noch das rechtwinklig an sie angrenzende spätgotische Klosterhaus mit den Resten ehemaliger Nonnenzellen erhalten.






Von hier ist es nicht mehr sehr weit bis Friedland.




An verdorrten Sonnenblumenfeldern entlang wandern wir ohne weiteren Aufenthalt bis zum Bahnhof in Friedland.

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