Sonntag, 22. Oktober 2017

Wanderung von Burgruine Hanstein zur Teufelsklippe




Die Sage von der Teufelskanzel

Es war einmal vor vielen, vielen Jahren, da trafen sich die Hexen und Hexenmeister sowie der Teufel zur Walpurgisnacht auf dem Brocken  im Harz. Während des Festes hielt der Teufel auf einem Felsen eine Rede, in der er mit seiner Stärke prahlte und die Hexen beleidigte. Nach der Prahlerei fragten ihn die Hexen, ob er denn bereit sei, seine Kräfte unter Beweis zu stellen. "Natürlich" willigte er sofort großspurig ein. "Kannst du den Felsen, auf dem du stehst, bis zum Hohen Meißner tragen, ohne ihn abzusetzen" wurde er gefragt. "Kein Problem, das erledige ich mit links." So vereinbarte man die Wette.

Nach dem Fest schulterte der Teufel den Felsen und erhob sich in die Luft. Zuerst ging alles gut, doch über dem Eichsfeld wurde er immer schwächer. Am Höheberg an der Werra ging schließlich nichts mehr- obwohl es nur noch ein Katzensprung bis zum Hohen Meißner war. Der Meister der Hölle landete und legte eine Pause ein. Nach kurzer Zeit schlief er ein. Da die Hexen jedoch misstrauisch waren, schickten sie dem Teufel einige Beobachterinnen nach. An der Werra wurde ihr Misstrauen bestätigt, denn sie fanden dort den schlafenden Teufel. Eine Hexe rief dem Schlafenden zu: "Na du Faulpelz, was ist los?". Erschrocken wachte der Teufel auf. Die Hexen lachten ihn aus. Beschämt und ertappt stampfte er mit dem Fuß auf den Boden, mit dem Huf an seinem Fuß. Danach verschwand er.

Noch heute ist ganz deutlich von oben der Eindruck des Hufeisens zu sehen, in dem jetzt die Werra fließt. Als das Volk von der Geschichte Kenntnis erlangte, nannte es den am Höheberg verbliebenen Felsen "Teufelskanzel".



Bei immer noch warmem sonnigen Oktoberwetter führte meine Wanderung von der Burg Hanstein zu Teufelskanzel an der Werra, einem sagenumwobenen Aussichtspunkt unweit von Bad Sooden-Allendorf.




Schon bei der Anfahrt über Bornhagen grüßt die Burg Hanstein von oben herab ins Tal.

Meine Wanderung beginnt in Rimbach mit der Burg Hanstein, die als Filmkulisse für den Kinofilm "Der Medicus" diente.









Kirche in Rimbach


Von hier führt ein aussichtsreicher Kammweg leicht ansteigend den Höheberg entlang. Nach ca. 4 km erreiche ich die Teufelskanzel.











Andere Wanderer sind mit großem Gepäck unterwegs.





Vor der Berghütte gleich neben der Teufelskanzel genieße ich in romantischer Umgebung einen hervorragenden Waldpilzteller .Dazu gibt es Rhabarberschorle.





Blick von der Teufelskanzel auf die Werraschleife





Der Rückweg führt über den etwas tiefer gelegenen Waldweg.






Nach einem letzten Blick auf die Burg Hanstein geht es mit dem Auto zurück ins Tal.


Montag, 16. Oktober 2017

Herbstwanderung von Gut Fahrenbach zum Roten See




Das goldene Oktoberwetter am letzten Sonntag lud zum Wandern ein .
Nun macht Wandern in Gesellschaft erst richtig Spaß und ich nahm an einer Wanderung des Werratalvereins Zweigverein Hann. Münden e.V. teil.








Unsere Wanderung führte uns zunächst vom Gut Fahrenbach bei Witzenhausen nach Dohrenbach. 




Da wir dort beschlossen unsere gewählte Route zu ändern, wanderten wir zurück nach Gut Fahrenbach und von dort zum Roten See.  Der Rote See liegt im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land





Der Weg dorthin führte in einigen weiten Serpentinen immer bergauf. Herbstlich buntes Laub und blauer Himmel begleiteten uns bei für Mitte Oktober erstaunlich warmer Temperatur. Da der See abseits in einem sehr dunklen Kessel liegt, habe ich ihn nicht fotografiert. Es gab so viele Motive im Sonnenschein, die mich mehr reizten.





Nach einer kleinen Rast wanderten wir auf dem selben Weg wieder hinab zum Gut.
Die Wanderung hat mir gut gefallen. Nette Wegbegleiter und tolles Wetter sorgen für gute Laune und die Landschaft war einfach wunderschön.













Montag, 7. März 2016

Steilküste bei Ponta do Pargo - Madeira

Da ich euch inzwischen einige Levadawanderungen vorgestellt habe, denke ich, dass ihr, falls ihr auf Madeira wandern möchtet, einen ersten Eindruck bekommen habt und nun selbst eure eigenen Wanderungen planen möchtet.
Ich zeige euch heute einige Bilder der Steilküste von Ponta do Pargo, die wir uns nach einer Wanderung  im Zentralteil  der Insel angesehen hatten.

Vom Ort Ponta do Pargo waren es nur weinige Gehminuten bis zum Leuchtturm an der Küste.




Von hier oben blickten wir mehrere Hundert Meter in die Tiefe. 




Der Leuchtturm stand direkt an der Kante der Steilküste. Über die grasbewachsene Ebene wanderten wir zu einem zweiten Aussichtspunkt.




Der Fußweg führte immer direkt an den Felsen entlang. überall wuchsen Opuntien.



Ob von den überall grasenden Kühen manchmal ein Tier in die Tiefe stürzt?




Wie überall auf Madeira fanden wir auch hier den wunderschön gelb blühenden Ziegenfuss-Sauerklee (Oxalis Pes-Caprae). Die gefüllte Variante, die ursprünglich als Zierpflanze gezüchtet wurde, hat sich inzwischen neben den Kleepflanzen mit einfachen trichterförmigen Blüten überall angesiedelt.




Immer wieder segelten Nebelbänke über die Felsen. Der Nebel fühlte sich seltsam warm an und die Luft wurde schwül. 




Sehr häufig fanden wir zwischen den Felsen die Madeira-Levkoje (Matthiola Maderensis). Die violette Levkoje ist endemisch.




Hier seht ihr, wie schmal der begehbare Kiesstreifen unterhalb der steilen Felsen war.




Am Aussichtspunkt hoch über dem Meer wuchsen wie überall in Küstennähe  Strelitzien und verzauberten mit ihren exotischen Blüten.




Als der Nebel dichter wurde, wanderten wir wieder zurück nach Ponta do Pargo.


Dienstag, 1. März 2016

Wanderung Levada do Moinho - Madeira

Diesmal lag unser Ziel, die Levada do Moinho in der Nähe von Achadas da Cruz im Nordwesten der Insel. Die entlegenen Levadas, die nicht viel begangen werden, haben  einen besonderen Reiz.



Entlang der Levada fanden sich immer wieder diese besonders hübschen Blumen. Leider fand ich sie nicht in meinem botanischen Reiseführer und kann nicht sagen, wie sie heißen oder wo sie ursprünglich beheimatet sind.




Der erste Teil der Wanderung führte durch offenes Gelände. Immer wieder blickten wir auf kleine Siedlungen und über den nahen  Wald hinweg.  Die hohe Luftfeuchtigkeit sorgte dafür, dass sich an den Zweigen der an der Levada wachsenden Bäume lange Bartflechten ( Usnea barbata) entwickelt hatten.




Die Wanderung war eher gemütlich und es gab nur wenige Steigungen.



Wir durchquerten einen durch einen früheren Brand angegriffenen Eukalyptuswald. Die Farnwiesen unter den Baumstämmen waren jetzt im Januar noch braun.




Dafür blühte der Eukalyptus und es duftete wunderbar frisch.



Immer wieder zeigten sich bunt blühende Pflanzen wie der rosa Knöpfchen-Knöterich (Persicaria capitata).


Die zweite Hälfte der Wanderung führte durch dichten Heidebusch und wirkte teilweise wie in einem Tunnel. Wie ein Bachlauf floß hier die Levada neben dem Weg.




Auch hier fanden wir immer wieder exotische Blüten.





Irgendwo im Wald erreichten wir die Levadaquelle und wanderten danach den gleichen Weg zurück nach Achadas da Cruz.



Samstag, 27. Februar 2016

Markthalle Funchal






Im Anschluss an unserem Monte-Besuch fuhren wir mit der Seilbahn nach Funchal hinab.



Funchal ist sehr lebendig und es gibt viel zu sehen. Eigentlich reicht ein Tag nicht aus um alles zu erkunden.





Besonders bunt geht es in der Markthalle von Funchal zu.




Auf dem Weg zur Markthalle fielen immer wieder die großen blühenden Tulpenbäume (Spathodea campanulata) auf. Schon von weitem leuchteten die tulpenförmigen Blüten des ursprünglich aus Afrika stammenden Baumes.





Tropische Früchte und Gemüse in riesiger Auswahl werden in der Markthalle angeboten. Da wir im Hotel bestens mit Obst versorgt wurden, kauften wir die oft überteuerten Früchte nicht. Die satten Farben der Früchte boten einen besonderen Genuss. 






Hier wurde auch meine Lieblingsfrucht angeboten.

Die Anona, die Frucht des Anonenbaumes (Annona cherimola Mill.) kommt ursprünglich aus den Hochebenen der Anden. Ich finde, sie gleicht ein wenig einer Artischocke.

Das Fruchtfleich ist weiß, samtig und süß. Die Anona hat einen einzigartigen, unverwechselbaren Geschmack den man nicht mit anderen subtropischen und tropischen Früchten vergleichen sollte.

Im Hotel wurden abends oft Anonas auf dem Buffet angeboten. Sie waren sooo lecker!






Von einer Ballustrade aus konnte man auf den Fischmarkt schauen.

Neben allen möglichen Fischen wird vor allem der Schwarze Degenfisch (Aphanopus carbo) angeboten.

Der Tiefseefisch, der auf Madeira Espada genannt wird, ist extrem hässlich und super lecker.

Im Hotel stand Espada häufiger auf der Speisekarte. Trotzdem mussten wir oft warten, bis die Platten mit Espada-Filet wieder nachgefüllt wurden. Jeder mochte den Fisch.



Nachdem wir uns in der Markthalle einige Zeit umgesehen hatten. wurde es Zeit für einen Kaffee.




Es gibt auf der oberen Etage eine sehr schöne Cafe-Terrasse, auf der wir uns von dem bunten Treiben erholen konnten.
Der Cappuccino war ein Genuss.





Zum Abschluss noch ein buntes Bild. Beim nächsten Mal wird dann wieder gewandert.