Donnerstag, 14. Juni 2018

Habichtswaldsteig - von Naumburg nach Bad Emstal - Juni 2018-



Einen Teil des Habichtswaldsteigs, den ich diesmal mit dem Werratalverein Zweigverein Hann. Münden e.V., erwanderte, sind wir schon einmal im Frühjahr gelaufen. Damals ging es rund um Naumburg.


Diesmal führte der sehr gut mit dem Habichtskopf gekennzeichnete Weg von Naumburg bis Bad Emstal.







Der Weg in Richtung Bad Emstal führte durch Felder voller Kornblumen,





und durch duftende, frisch gemähte Wiesen .







Wie beim letzten Mal kamen wir wieder zum Cafe Hasenacker. Das idyllisch gelegene Cafe ist berühmt für seine riesigen, leckeren Tortenstücke.

Diesmal kehrten wir nicht ein. Es war noch zu früh am Tag und es lagen noch einige Kilometer vor uns.









Weiter ging es durch weite Felder bis wir die Naumburger Warte erreichten.







Die Warte ist ein mittelalterlicher Wachturm, der zwischen Naumburg und Altenstädt liegt. Außen war eine Leiter angebracht, die der Wächter schnell einziehen konnte. War der feind entdeckt, rannte er um sein Leben, um die Städter auf die Gefahr hinzuweisen. Von der Warte hat man auch heute noch einen weiten und schönen Ausblick auf die Kernstadt Naumburg und die umliegende Landschaft.







Auf dem heutigen Märchenrastplatz lädt die Himmelsschaukel zum weiten Schwingen hoch in das Tal der zwei Burgen ein




Es folgte der Abstieg zur Elbe. Vorbei am Bildstein begleitet der Habichtswaldsteig die Elbe ein Stück, um etwas später am Märchenrastplatz unterhalb der Weidelsburg einem „Jungen Riesen“ zu begegnen. Dieser junge Obstbaum gesellt sich zu einem alten „Apfelriesen“, der kunstvoll ausgestattet mit Kopf und Herz den Blick ins Wolfhager Land weist. Eine Riesen- und Naturpark-Bank laden ein zur Rast.







Der Weg führte weiterhin an Feldern und Wiesen entlang.






                                                                       ?




Der kleine Punkt auf dem riesigen Getreidefeld entpuppt sich beim näheren Hinsehen als romantisches Häuschen. Ein Ansitz für Jäger? 




Eine schöne Wanderung durch Felder und Wiesen ging zu Ende. Aber noch fehlen einige Abschnitte des schönen Habichtswaldsteigs.



Samstag, 9. Juni 2018

Zeche Gahrenberg, eine geführte Wanderung - Juni 2018 -








Diesmal wanderte ich gar nicht so weit von zu Hause entfernt. Mit dem WerratalvereinZweigverein Hann. Münden e.V. unternahm ich eine geführte Wanderung auf dem Eco Pfad Bergbau Holzhausen im Reinhardswald.


In der Nähe von Holzhausen wurde etwa 400 Jahre lang Braunkohle abgebaut.



Am Gahrenberg lagerte unter einer Basaltdecke ein Kohlenvorkommen. 

Bereits 1575 hatte Johann Pfeffer  dort nach Kohle gesucht. Die planmäßige Förderung begann jedoch erst ab 1842. 




Auf bequemen Pfaden wanderten wir durch den Reinhardswald. Immer wieder stießen wir auf mächtige Eichen, die die Landschaft prägen.




Besonders beeindruckend fand ich diese gefällten Baumstämme mit Schautafel. Dort konnten wir uns über das Leben im Totholz informieren.  



Super gemacht, danke lieber Hessenforst. Solche gut durchdachten Schaustücke findet man nicht überall.




Gleich nebenan fand ich gleich den passenden Baumstamm.




Vorbei an blühenden Wiesen wanderten wir bis zum Gelände der ehemaligen Zeche.





Alles ist zurückgebaut und die Eingänge zu den Stollen zugeschüttet. Es gab nicht mehr viel zu sehen.



Aber unsere fachkundigen Begleiter hatten viel zu erzählen und vermittelten sehr anschaulich, wie sich  das Leben und Arbeiten auf der Zeche abgespielt hatte bis sie ca. 1970 geschlossen wurde.



Ab 1865 wurde die oberflächlich ausgetretene Farbkohle zu der bekannten Malerfarbe „Kasseler Braun“ verarbeitet.


Das Kasslerbraun ist ein Farbmittel  aus Braunkohle und besteht aus Humus- und Huminsäuren mit Anteilen an Bitumen und Mangan. Deshalb wird es auch als Kasseler Erde bezeichnet. 
Auf dem Bild seht ihr einen der Orte, an denen das Kasseler Braun gewonnen wurde. In der Mitte der Vertiefung befindet sich ein Kegel, der durch den Abraum entstand.




Weiter führte der Weg auf einer breiten, geschotterten Waldschneise bis zum Alaunteich.
Während des Braunkohleabbaus fand man an dieser Stelle gute Alaunerde. Aus der schwefelhaltigen Erde wurden damals Stoffe zum Beizen und für medizinische Zwecke gewonnen. 

Die erste Abbauperiode ging von 1595 bis 1603, eine weitere noch einmal von 1695 bis etwa 1720. Da der Ertrag nicht sonderlich lohnend war, wurde der Betrieb danach endgültig eingestellt.



Zurück zu unserem Parkplatz in der Nähe von Holzhausen führte eine wunderschöne Kastanienallee.

Dank der guten Beschilderung in Wort und Bild und der tollen ehrenamtlichen Führung zur Zeche Gahrenberg habe ich viel gelernt und einen schönen Vormittag im Reinhardswald genossen.



Freitag, 1. Juni 2018

Am Wegesrand

Natürlich wandere ich nicht immer. Da fehlt mir meist die Zeit. Aber für eine Radtour bleibt immer ein Stündchen.




Meist schweifen meine Blicke über die hügelige Landschaft durch die mein Lieblingsradweg führt.




Aber gleich am Wegrand blüht es jetzt so bunt, dass es sich lohnt, vom Rad zu steigen und mit der Kamera die bunte Vielfalt festzuhalten.





Roter Klatschmohn(Papaver rhoeas) ist nicht zu übersehen. In den letzten Jahren ist er wieder häufiger zu finden.








Ob einzelne Blüten, oder ein ganzes Feld, einfach schön!





Getreide wiegt sich im Wind






Kornblumen leuchten mit ihrem sprichwörtlichen Blau und locken Insekten an.













Wiesen voller Kuckucks-Lichtnelken (
Lychnis flos-cuculi) und gelbem Hahnenfuß.






Wiesenmargeriten, die hier überall am Wegrand blühen.






Manchmal schleicht sich auch eine zarte, weiße Mohnblume ins rot-blaue Feld. Ich freue mich immer, wenn ich eine weiße Mohnblüte finde.






Ist sie nicht bezaubernd? 


Mittwoch, 30. Mai 2018

Unterwegs im Kaufunger Wald -Mai 2018-


Die letzten Tage im Mai geben einen Vorgeschmack auf den Sommer.
Wandern bei sommerlichen Temperaturen ist nicht jedermanns Sache.
Meine Wanderung mit dem Werratalverein e.V. führt diesmal fast ausschließlich durch den Wald. Genauer gesagt durch den Kaufunger Wald. Es ist angenehm kühl unter den hohen Fichten und wir kommen gut voran ohne übermäßig zu schwitzen.


Wir starten in Großalmerode und wandern am Waldrand entlang.





Bald kommen wir zum Gut Giesenhagen.
Das Gut wird von Ernst Burkhard betrieben. Dort leben Schafe, Pferde, Puten und anderes Geflügel.







Weiter geht es über eine große Wiese zum Wald.







Auf oft breiten, geschotterten Wegen geht es jetzt ständig leicht aufwärts. Immer im Schutz hoher Nadelbäume.





Wir erreichen nach etwa einem Kilometer  den Zinkbaum, eine Kreuzung mehrer Wanderwege.

Der Name Zinkbaum geht auf einen dort früher stehenden Baum zurück, an dem das „Fahrende Volk“ zur Information der Nachfolgenden Zinken (Zeichen einer Geheimschrift) angebracht haben soll.





Dicht blüht Günsel, Ajuga am Waldrand.

Immer am Schwarzbach entlang gelangen wir zu diesem glasklaren Teich.



Jede Wasserpflanze ist genau zu sehen. Fische entdecke ich nicht.








Romantische Lichtspiele in der Mittagssonne.






Wir erreichen den kleinen Steinbergsee. Das Wasser schimmert grün in der Sonne. Leider finden wir keine Bänke für unsere Mittagsrast in der Nähe des Sees.







Der  Kleine Steinbergsee ist mit Grundwasser gefüllt. Er stammt vom Tagebau der »Grube Steinberg«, wo ein Braunkohleflöz 150 Jahre lang, bis um 1870, abgebaut wurde. 


Unser Rundweg führt weiter durch den Wald bis wir wieder nach Giesenhagen zurückkommen.



Vor der inzwischen heißen Mittagssonne suchen auf einer Weide des Guts imposante Wasserbüffel Abkühlung in ihrer Schlammsuhle.




Mit diesem für unsere Region seltenen Anblick endet unsere Sommerwanderung im Mai.


Sonntag, 13. Mai 2018

Wanderung zur Weidelsburg -Mai 2018-




Wieder unterwegs auf einer Extratour des Habichtswaldsteigs. Diesmal ist es der H8 rund um Naumburg. 

Die Wanderung beginnt in Naumburg am Bahnhof. Der denkmalgeschützte Endbahnhof wird für eine Museumsbahn genutzt.



Auf den Schienen steht gerade die Dampflok.








Schnell geht es aus Naumburg hinaus. Eine traumhafte Frühlingslandschaft am Waldrand empfängt uns mit blauen Himmel und Fliederduft.







Nach etwa einem Kilometer in nordwestlicher Richtung erreichen wir in einem Gehölz unser erstes Etappenziel.




Schon von weitem können wir die Weingartenkapelle auf einem kleinen Hügel sehen. Sie wird seit 1831 als Wallfahrtskapelle genutzt.

Unser Wanderweg führt direkt an der Kapelle vorbei.






















Der Weingartenhügel war schon früh ein heiliger Berg gewesen



„denn es führte ein altertümlicher Kreuzweg mit sieben Stationen, nämlich den sieben Fußfällen Christi, auf den Gipfel hinauf"




Vorbei an kleinen Höfen durch die offene Landschaft führt der Weg bis zur Weidelsburg.






Es ist warm für Anfang Mai und wir genießen es, wenn der Wanderweg durch den frisch begrünten Wald führt.




Mit offenen Armen empfängt uns ein  Baumgeist am Wegrand.






Nach kurzem, leichtem Anstieg erreichen wir die Weidelsburg.

Seit Ende des 16. Jahrhunderts war die Burg unbewohnt und verfallen. Erhalten sind hohe Mauer-, Palas- und Turmreste, Torbögen und Großteile vom Zwinger. Schon von Weitem ist die Ruine zu sehen und bildet so ein Wahrzeichen des Wolfhager Landes.





Sie gilt als die größte Burgruine Nordhessens.
Seit 1930 wird die Burgruine sehr aufwändig saniert.

Das Tor führt auf eine Plattform . Von dort hat man in alle Richtungen einen grandiosen Blick über die weite Landschaft.






Weiter geht es den Hügel wieder hinab.



Bald kommen wir an den Basaltsäulen des Weidelsberger Steinbruchs vorbei.



Die Route führt weiter entlang romantischer Waldpfade und über freie Felder, von denen man eine fantastische Fernsicht ins Land hat.




Immer wieder wechseln Wald und Feld ab. Ein wunderschöner Weg voller Abwechslung.





Duftende Rapsfelder werden gestreift.  









Und dunkle Waldstücke durchwandert.



Vielleicht ist es der Frühling, der alles so leicht und unbeschwert erscheinen lässt.

Die ca. 16 Kilometer vergehen wie im Flug.




Bald grüßt der Kirchturm von Naumburg. Der wunderschöne Rundweg schließt sich.




Die Fachwerkkulisse von Naumburg erinnert an vergangene Zeiten.




Schön war es. Natürlich auch, weil ich sehr nette Wanderfreunde als Begleiter hatte.