Mittwoch, 17. Februar 2016

Madeira - Risco-Wasserfall und 25 Fontes






Nachdem ich euch beim letzten Post mit an die Küste genommen habe, geht es heute in die Berge.

Mit dem Mietwagen fuhren wir vom Hotel bis nach Rabacal. Rabacal liegt etwas über 1200 Meter hoch in den Bergen.
Vom Parkplatz aus wanderten wir zur Levada do Risco.




Die Levada bildete immer wieder kleine flache Teiche mit glasklarem Wasser.


Unseren Weg säumten große Flächen mit Stechginster (Ulex europaeus). So schön der Ginster mit seinen leuchtend gelben Schmetterlingsblüten aussieht, einen Strauß pflücken möchte ich nicht. Die Zweige waren über und über mit Dornen besetzt.


Von der Levada do Risco zweigte ein Weg zur Levada das 25 Fontes ab, der wir folgten.



Jetzt führte unser Weg entlang des Wassers hauptsächlich durch Besenheide-Bestände. (Erica scoparia maderincola), die dicht mit herabhängenden Flechten bewachsen waren.



Hier zeigte sich der Weg noch gemütlich breit, später wurde er wesentlich schmaler und wir freuten uns. dass uns kaum andere Wanderer begegneten, denen wir ausweichen mussten.




Immer wieder herrliche Aussichten auf die dicht bewachsenen Berghänge. Im Hintergrund seht ihr den Risco-Wasserfall, den wir auf dem Rückweg besuchten. Die Blattrosetten im Vordergrund gehörten zu überall vorkommenden Strauch-Gänsedisteln (Sonchus fruticosus), die bis zu drei Metern hoch wuchsen.




Schließlich erreichten wir den Talkessel, in den sich die 25 Quellen in ein Wasserbecken ergossen. Leider konnte ich die hohen Wasserfälle nicht vollständig fotografieren und zeige euch deshalb nur Ausschnitte des grandiosen Schauspiels. Lange standen wir dort und sahen den  stürzenden, rieselnden, rauschenden Wassern zu, doch irgendwann kroch uns die feuchte Kälte in die Kleidung und wir wanderten wieder zurück.




Unser nächstes Ziel, der Risco-Wasserfall war bald erreicht. Jetzt im Januar führte der Wasserfall im Gegensatz zum Sommer viel Wasser. Aus 100 m Höhe stürzte das Wasser eine Wand hinab um von unserem Weg an noch einmal 100 m tief zu fallen.




Zurück führte am Nachmittag der gleiche Weg, den wir vormittags gegangen waren.



Hier in der Nähe des Risco-Wasserfalls wuchs viel Lorbeer (Laurus novocanariensis), der gerade blühte.



Hier oben in den Bergen fühlte es sich deutlich kühler als in Küstennähe an. Aber selbst auf schattigen Wegen brauchten wir keine Jacke, sondern konnten im T-Shirt laufen.

Diese wie auch alle anderen Wanderungen sind nur kurze Wegbeschreibungen, auch die vielen, vielen Bilder, die unterwegs entstanden, kann ich nicht alle zeigen.
Wer mehr über Wanderungen auf Madeira erfahren möchte, findet reichlich ausführliche Literatur. Wir wanderten mit dem Rother-Wanderführer, den wir nur empfehlen können. 



Kommentare:

  1. Hallo Anette,

    diese Bilder wecken die Wanderlust in mir ! Die Flechten auf den oberen Bilder erinnern mich wieder an einer unserer Wanderungen in Norwegen vor 4 Jahren, Ich hatte damals den Eindruck, als ob ich in dem Kinofilm Avatar mit spielen würde. Diese Gefühl war unbeschreiblich. Danke für Deine Bilder :)
    Lieben Gruß
    Tanja aus dem Hutzelhaus

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  2. Beautiful images Anette, my favourite is the first, fabulous.

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